Antirepressions – Tresen

Jeden ersten Dienstag im Monat sind Aktivist*innen von Out of Action beim Antirep-Tresen des EA Dresden im AZ Conni dabei. Dort sind wir für euch ansprechbar, falls ihr Fragen zu unserer Arbeit habt und wenn ihr möchtet, können wir dort auch ein Beratungsgespräch mit euch vereinbaren.

Sehr gern könnt ihr uns auch jederzeit per Mail anschreiben.

Repression und die emotionalen Folgen

Eine Einführung in den Themenkomplex

Mittwoch, 31.05.2017 – 19:00 im Malobeo, Dresden

Wer politisch aktiv ist, kann in Situationen kommen, in denen repressive Gewalt gegen eine*n selbst oder gegen nahe stehende Menschen ausgeübt wird. Ob Auseinandersetzungen mit Nazis, unterschiedliche Formen von Polizeigewalt, oder montäglicher Stress mit Pegida, um nur einige zu nennen, Repression wirkt auf vielen Ebenen – auch emotional.
Out of Action bietet hier Begleitung von politischem Aktivismus, insbesondere zum Umgang mit belastenden Erlebnissen vor, während und nach einer Aktion. Im Vortrag wollen wir dafür sensibilisieren, welche Strategien es für euch in euren eigenen Aktionen und Bezugsgruppen geben kann, um mit Belastungen durch Repressionen umzugehen.

Workshop Das Dilemma des Traumakonzepts 30.01.2016

** WANN UND WO? **
30.Januar 16, 18:00 Uhr, kosmotique (Martin-Luther-Straße 13, 01099 Dresden, Karte)

** UND WAS? **
In dem Workshop soll versucht werden, die Kontroversen um ‚Trauma‘ als Ausdrucksform von Leiden durch Gewaltereignisse historisch nachzuzeichnen, um die Verschränkung dieser Kategorie mit dominanten gesellschaftlichen Diskursen und Machtverhältnissen konkret aufzuzeigen. Dabei möchten wir versuchen, uns dem Dilemma zu nähern, das sich aus der Aufnahme der PTBS in die Reihe der psychischen Störungen ergibt: Einerseits eröffnet sie die praktische Möglichkeit einer offiziellen Anerkennung als Opfer von Gewalttaten (z.B. durch Übernahme von Kassenleistungen oder dem juristischen Anspruch auf Entschädigungszahlungen), andererseits funktioniert sie –im Einklang mit allen anderen Diagnosen– nur über eine individuelle Pathologisierung der Subjekte und abstrahiert von den konkreten Täter*innen. Hierbei werden bestimmte Schutzhandlungen, die in der Folge der Gewalterfahrung von Betroffenen entwickelt werden, als Symptome abgewertet. Trotzdem gab es Kämpfe für traumaassoziierte Diagnosen, denn die Anerkennung als “Hilfebedürftige*” sichert die psychosoziale Versorgung. Dieses Spannungsfeld zwischen Hilfesuche und Pathologisierung verdeutlicht die gesellschaftliche Notwendigkeit der Diagnosen als Machtinstrumente: Nur wenn ein Krankheitswert nach bestimmten Kriterien festgestellt werden kann, wird eine Versorgung gegeben.

Die Degradierung von Gewaltbedingungen zu einem „auslösenden Traumaereignis“, ermöglicht zudem die Individualisierung und Ahistorisierung von gesellschaftlichen Gewalt- sowie Machtpositionen. Dies wird z.B. an der Debatte um „deutsche Kriegstraumatisierung“ deutlich, die in den letzten 15 Jahren zunehmend an Popularität in der Psychologie gewinnt. Durch die scheinbare Universalität des Traumakonzepts werden hierbei individuell leidvolle Kriegserfahrungen in gefährliche Nähe zu den grauenvollen Erlebnissen von im NS Verfolgten gerückt und somit potenziell gleichgesetzt bzw. nivelliert.

In der Diskussion wollen wir uns darüber austauschen, inwieweit der Traumabegriff hilfreich oder hinderlich bei der Verarbeitung von Gewalterfahrungen im Rahmen von Repressionen und/oder institutioneller Gewalt sein kann.

Workshop Einführung in Bezugsgruppenarbeit 21.01.2016

Grafik des antiautoritären Jugendtreffs Dresden Workshop: Einführung in Bezugsgruppenarbeit und den Umgang mit den emotionalen Folgen von Repression – Vorstellung der Out of Action Gruppe Dresden

** WANN UND WO? **
Donnerstag den 21.Januar 16 um 17:00 Uhr im AZ Conni (Rudolf Leonhard Strasse 39, 01097 Dresden, Karte), im Rahmen des antiautoritären Jugendtreffs

** UND WAS? **
Folgen von Repression, auch die emotionalen, sind keine Privatsache. Sie gehen uns alle an und gemeinsam können wir ihnen etwas entgegensetzen.
In Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir uns dem Themenkomplex Repression und Trauma nähern und gemeinsam Konzepte erarbeiten wie wir damit umgehen können.